GFP Handels GesmbH Zentrale
Passauerstraße 24
A-4070 Eferding
Kein Kundenkontakt vor Ort.
GFP Handels GesmbH Büro Deutschland
Seligenstädter Str. 107
D-63073 Offenbach
Kein Kundenkontakt vor Ort.
Ein Gewächshaus soll Pflanzen schützen und Wachstum fördern. Im Sommer oder an sonnigen Frühlingstagen kehrt sich dieser Effekt jedoch schnell um. Temperaturen von über 40 °C sind keine Seltenheit und setzen Pflanzen massiv unter Stress. Ein zu heißes Gewächshaus ist kein Zeichen guter Leistung, sondern ein Hinweis auf fehlende Klimaregulierung. Hitzeprobleme lassen sich vermeiden, wenn die physikalischen Ursachen bekannt sind und passende Maßnahmen rechtzeitig umgesetzt werden.
Ein Gewächshaus funktioniert nach dem Prinzip eines Sonnenkollektors. Kurzwellige Sonnenstrahlen dringen durch Glas oder Polycarbonat ein und erwärmen Boden, Pflanzen und Bauteile. Die entstehende Wärme kann jedoch nur eingeschränkt wieder entweichen. Langwellige Wärmestrahlung staut sich im Inneren, während warme Luft aufsteigt und unter dem Dach gefangen bleibt.
Ohne ausreichende Lüftungsflächen entsteht ein klassischer Hitzestau. Je klarer der Himmel, je windstiller der Standort und je dichter das Gewächshaus gebaut ist, desto schneller steigen die Temperaturen.
Viele Gemüsepflanzen fühlen sich bei Temperaturen zwischen 20 und 28 °C am wohlsten. Steigt die Temperatur dauerhaft über 30 °C, geraten Stoffwechsel und Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht. Ab etwa 35 °C schließen Pflanzen ihre Spaltöffnungen, um Wasserverlust zu vermeiden. Die Folge sind Wachstumsstagnation, Blütenabwurf und erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten.
Besonders empfindlich reagieren Tomaten, Gurken, Paprika und Jungpflanzen. Ein zu heißes Gewächshaus kann innerhalb weniger Tage erhebliche Schäden verursachen.

Hitzeprobleme ( siehe auch Wie kann ich mein Gewächshaus vor Hitze schützen? ) entstehen selten durch einen einzelnen Faktor. Meist kommen mehrere Ursachen zusammen, die sich gegenseitig verstärken.
Direkte Sonneneinstrahlung ohne Beschattung
Ein unbeschattetes Gewächshaus ist der Sonne vollständig ausgeliefert. Glas und klare Stegplatten lassen nahezu das gesamte Sonnenlicht passieren. Ohne Abschattung steigt die Temperatur rapide an, besonders in den Mittagsstunden.
Unzureichende Lüftungsflächen
Zu kleine oder falsch platzierte Fenster verhindern den notwendigen Luftaustausch. Warme Luft sammelt sich im oberen Bereich, während kühlere Luft nicht nachströmen kann. Ein einzelnes Dachfenster reicht bei größeren Modellen oft nicht aus.
Fehlende Luftbewegung
Selbst bei offenen Fenstern kann Hitze stehen bleiben, wenn keine Luftzirkulation entsteht. Windstille Standorte oder dichte Bepflanzung verstärken diesen Effekt zusätzlich.
Falscher Standort im Garten
Ein Gewächshaus ohne natürlichen Schatten, etwa durch Bäume oder Gebäude, ist ganztägig der Sonne ausgesetzt. Süd- und Südwestlagen sind besonders kritisch, wenn keine zusätzlichen Schutzmaßnahmen vorhanden sind.
| Faktor | Relevanz | Richtwert | |
|---|---|---|---|
| Luftfeuchtigkeit | Hauptursache | unter 80 % | |
| Temperatur | beeinflusst Kondenswasser | konstant statt stark schwankend | |
| Lüftung | verhindert Feuchtestau | täglich, auch im Winter | |
| Pflanzenabstand | reduziert Schimmelrisiko | ausreichende Luftzirkulation | |
| Materialwahl | beeinflusst Feuchte | korrosionsfrei, glatt |
Nicht jedes Gewächshaus reagiert gleich auf Hitze. Material, Höhe und Dachform beeinflussen maßgeblich das Innenklima. Hohe Gewächshäuser bieten mehr Luftraum, in dem sich Wärme verteilen kann. Niedrige Modelle heizen sich deutlich schneller auf.
Verglasungen aus Doppelstegplatten isolieren stärker als Einfachglas. Das ist im Frühjahr ein Vorteil, im Hochsommer jedoch ein Nachteil, wenn keine ausreichende Lüftung vorhanden ist. Hochwertige Konstruktionen berücksichtigen diesen Effekt bereits in der Planung.
Die modernen Modelle von GFP setzen auf stabile Rahmen, großzügige Dachfenster und modulare Erweiterungen, um Hitze gezielt abzuführen.
Fenster zu öffnen ist der wichtigste erste Schritt, reicht aber an sehr heißen Tagen häufig nicht aus. Wenn die Außenluft ebenfalls warm ist, findet kaum Abkühlung statt. Zusätzlich steigt warme Luft nach oben und bleibt unter dem Dach stehen, wenn keine effektive Abluftöffnung vorhanden ist.
Automatische Fensteröffner reagieren temperaturabhängig und öffnen frühzeitig. Dadurch entweicht Hitze, bevor kritische Werte erreicht werden. Ohne Automatik wird das Lüften oft zu spät oder zu unregelmäßig durchgeführt.
Eine der wirksamsten Maßnahmen gegen Überhitzung ist Beschattung. Sie reduziert die direkte Sonneneinstrahlung und senkt die Innentemperatur spürbar.
Außenbeschattung
Außenliegende Schattiernetze oder Beschattungsgewebe sind besonders effektiv. Sie verhindern, dass Sonnenstrahlen überhaupt auf die Verglasung treffen. Je nach Dichte lassen sich Temperaturreduktionen von fünf bis zehn Grad Celsius erreichen.
Innenbeschattung
Innenliegende Rollos oder Netze sind einfacher zu montieren, wirken jedoch weniger stark. Die Hitze gelangt bereits ins Gewächshaus, bevor sie abgeschirmt wird. Als Ergänzung sind sie dennoch sinnvoll.
Verdunstungskälte kann aktiv zur Abkühlung genutzt werden. Feuchte Oberflächen entziehen der Luft Wärme. Mehrere Maßnahmen lassen sich kombinieren, ohne Pflanzen zu schädigen.
Große Wasserbehälter speichern tagsüber Hitze und geben sie nachts wieder ab. Gleichzeitig erhöhen sie die Luftfeuchtigkeit leicht, was an sehr heißen Tagen sogar kühlend wirken kann. Vorsicht ist jedoch geboten, um keine dauerhafte Staunässe zu erzeugen.
Auch die Bepflanzung beeinflusst die Temperatur. Dicht stehende Pflanzen behindern die Luftzirkulation und schaffen Hitzepolster. Ein strukturierter Pflanzplan mit ausreichenden Abständen verbessert den Luftaustausch erheblich.
Großblättrige Pflanzen können empfindlichere Kulturen teilweise beschatten. Diese natürliche Schattierung reduziert direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden und senkt die Temperatur lokal.
In größeren Gewächshäusern reichen passive Maßnahmen oft nicht aus. Zusätzliche Technik kann gezielt unterstützen.
Ventilatoren sorgen für gleichmäßige Luftbewegung und verhindern Wärmenester. Sie senken die Temperatur nicht direkt, verbessern aber die Verdunstung und das Pflanzenklima deutlich. In Kombination mit geöffneten Fenstern entsteht ein effektiver Kamineffekt.
Viele Hitzeprobleme sind hausgemacht. Kleine Versäumnisse haben große Auswirkungen. Zu spätes Lüften führt dazu, dass sich Hitze bereits angestaut hat. Fehlende Beschattung wird oft unterschätzt, ebenso wie der Einfluss des Standorts. Auch dunkle Bodenbeläge oder Steinplatten speichern Wärme und geben sie verzögert ab.
Kurzfristige Temperaturspitzen über 30 °C sind meist unkritisch, wenn ausreichend Wasser vorhanden ist und nachts die nötige Abkühlung erfolgt. Dauerhafte Hitze über 35 °C sollte jedoch vermieden werden. Hier drohen Ertragsverluste und Qualitätsmängel. Ein Minimum-Maximum-Thermometer hilft, kritische Phasen schnell zu erkennen. So lassen sich Maßnahmen gezielt anpassen, bevor Schäden entstehen.
Ein zu heißes Gewächshaus ist kein unvermeidbares Sommerproblem. Es ist das Ergebnis fehlender oder unzureichender Klimaregulierung. Wer Bauweise, Lüftung, Beschattung und Standort beachtet, kann Temperaturen effektiv kontrollieren. Durch rechtzeitige Anpassungen lassen sich Pflanzen schützen, Erträge sichern und die Freude am Gärtnern langfristig erhalten. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das eigene Gewächshaus kritisch zu prüfen und gezielt hitzefest zu machen.
Offene Fenster reichen oft nicht aus, wenn Lüftungsflächen zu klein sind oder keine Querlüftung entsteht. Warme Luft staut sich unter dem Dach, besonders bei Windstille und starker Sonneneinstrahlung.
Temperaturen zwischen 25 und 30 °C gelten im Sommer als normal. Kurzzeitig sind höhere Werte möglich, dauerhaft sollten jedoch 35 °C nicht überschritten werden, um Pflanzenschäden zu vermeiden.
Ja, Schattiernetze sind sehr effektiv. Außen angebracht können sie die Innentemperatur deutlich senken, da ein Teil der Sonneneinstrahlung bereits vor dem Eintritt abgefangen wird.
Ein Ventilator verbessert die Luftzirkulation und verhindert Hitzestau. Er senkt die Temperatur indirekt, indem er Verdunstung fördert und warme Luft gleichmäßig verteilt.
Idealerweise früh am Morgen und kontinuierlich über den Tag verteilt. Automatische Fensteröffner helfen, rechtzeitig zu reagieren, bevor kritische Temperaturen erreicht werden.
GFP Handels GesmbH Zentrale
Passauerstraße 24
A-4070 Eferding
Kein Kundenkontakt vor Ort.
GFP Handels GesmbH Büro Deutschland
Seligenstädter Str. 107
D-63073 Offenbach
Kein Kundenkontakt vor Ort.